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Trennungsgespraeche_mit_Stil - Onviga
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Trennungsgespräche mit Stil

Heiraten, Scheidung, Ehezertifikat, Schere, Schnitt, Trennung

Am Samstagmorgen war die Kündigung in der Post. Montagmorgen gingen alle Zugangscodes nicht mehr. Die Kollegen wussten Bescheid und schauten betreten weg. Der Chef war auf Dienstreise. Der reinste Horror, eigentlich unvorstellbar und doch ist diese Situation kein Einzelfall.

Das Mitarbeiterabbau manchmal unerlässlich ist, ist unbestritten, aber die Art und Weise, wie dies oft geschieht, ist völlig inakzeptabel. Dabei ist es so wichtig, die Trennung von Mitarbeitern verantwortungsvoll, gut und fair zu gestalten. Trennungen können dazu führen, dass Anwälte eingeschaltet und Gerichtsprozesse geführt werden. Das kostet Zeit und Geld. Außerdem leidet das Image des Unternehmens. Sehr genau wird intern und extern beobachtet, wie die Unternehmen mit gekündigten oder freigesetzten Mitarbeitern umgehen. Eine gute Trennungskultur hingegen, gerade in Social-Media-Zeiten, wirkt sich positiv nach innen und außen aus.

Trennungsgespräche sind auch für Führungskräfte eine emotional stark belastende Situation. Trotzdem sollte Fairness und Stil an erster Stelle stehen.

Was zeichnet ein gutes Trennungsgespräch aus?

Gut vorbereitet

Ein Trennungsgespräch sollte inhaltlich und organisatorisch genauso sorgsam vorbereitet werden wie ein Bewerbungsgespräch.

Direkte Kommunikation

Grundsätzlich gilt, der Betroffene erfährt es zuerst und zwar von der Führungskraft direkt.

Diskretion ist wichtig

Am besten ist ein ruhiger, blickgeschützter Raum, ohne Störungen durch Kollegen oder Telefonklingeln. Wasser sollte griffbereit stehen.

Richtiger Zeitpunkt

Nicht vor dem Wochenende oder dem Urlaub oder gar an seinem Geburtstag oder am Firmenjubiläum. Eine Kündigung sollte auch so früh wie möglich ausgesprochen werden und nicht vor Ablauf der Kündigungsfrist.

Ohne Umschweife zum Punkt

Nicht um den heißen Brei reden, sondern in den ersten fünf Sätzen zum Punkt kommen. Das klingt einfach, ist es aber nicht. Die Trennungsgründe sollten klar, verständlich und mit Blickkontakt überbracht werden. Das Gespräch sollte nicht länger als 15 Minuten dauern. Es kann ein Folgetermin vereinbart werden, in dem alles weitere geklärt wird.

Verständnis zeigen

Ein respektvoller, wertschätzender und mitfühlender Umgang ist wichtig.

Verbleibende Mitarbeiter informieren

Unerlässlich ist eine offene, zeitnahe und konsequente Kommunikation mit den verbleibenden Mitarbeitern.

Für eine schlechte Trennungskultur bekommen Unternehmen unausweichlich die Quittung. Die Bühne Internet gibt frustrierten Mitarbeitern alle Möglichkeiten dazu. Und was da einmal steht, ist schwer zu löschen. Die Investition in einen guten Trennungsprozess zahlt sich immer aus.